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02:15

Benzin so teurer wie Wasser

900 Millionen Menschen haben heute keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser.

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Wie die beiden unten zu sehenden Bilder beweisen, ist Wasser auf den hawaiianischen Inseln schon heute so teuer wie Benzin und dabei sprechen wir nicht von einem besonderen Wasser (Gletscherwasser, oder Millionen Jahre altes Wasser vom Nordpol, wie es in manchen Trendlokalen in deutschen Großstädten angeboten wird. Zugegeben, die hawaiianischen Inseln sind kein ausgewiesenes Schnäppchenparadies und Lidl und Aldi haben den Weg hierher noch nicht gefunden. Aber auch hier gibt es neben den vielen Touristen und gut verdienenden Unternehmern viele einheimische Normalverdiener. Speziell diese Gruppe wird künftig noch tiefer in die jetzt schon leeren Taschen greifen müssen um sich ein Minimum an Lebensqualität noch leisten zu können.

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Wasserpreis im ABC Store in Kappa / Chevron Tankstelle in Kappa

Zwar gab es immer schon Regionen auf diesem Planeten die unter chronischer Wasserknappheit zu leiden hatten aber die globale Wasserknappheit zeichnet sich jetzt erst ab. China meldet dieser Tage, dass normales Brunnenwasser zu 80% nicht mehr genießbar ist. Abhilfe kann hier nur die Bohrung sehr tiefer und damit teurer Tiefbrunnen schaffen.

„Wasser wird einerseits verschwendet und ist gleichzeitig extrem ungerecht verteilt. Während wir im Durchschnitt 127 Liter sauberes reinstes Trinkwasser pro Tag für das Waschen, Putzen und Kochen verbrauchen, haben nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation mehr als eine Milliarde Menschen weltweit keinen Zugang zu sauberem Wasser. Wassermangel betrifft vor allem die Ärmsten – noch. Denn die Wasservorräte sind auch dort bedroht, wo Wasser zurzeit scheinbar noch im Überfluss zur Verfügung steht“. schreibt etwas RESET). Die Welthungerhilfe spricht davon, dass bereits heute mehr als 900 Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben - während in Deutschland jeder im Schnitt pro Tag 127 Liter für Kochen, Waschen, Putzen und zum Trinken nutzt.

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Austritt einer Quelle im Waimea Canyon auf Kauai

Wie konnten wir es nur zulassen, das deutsche Kommunalpolitiker die Wassergewinnung und Verteilung für ganze Städte in private Hand verkauft haben um nun festzustellen - an dem Deal verdient nur einer. Der Nestlé-Verwaltungsratschef Peter Brabeck macht kein Geheimnis daraus, dass Wasser in seinen Augen kein öffentliches Gut sein sollte, sondern auch einen Marktwert wie jedes andere Lebensmittel benötige. In Algerien erwarb Nestlé die Wassernutzungsrechte und lässt die Fabriken bewachen und einzäunen. In Pakistan das Gleiche. In diesen Ländern wird das Wasser angezapft und für viel Geld in Plastikflaschen wieder verkauft, während die Bevölkerung keinen Zugang mehr zu diesem Wasser hat.

Es wird höchste Zeit, sich der immer schärferen Situation zu stellen und globale Lösungen zu finden. Wir meinen: Wasser ist ein Menschenrecht. Und damit stellen wir klare Forderungen an die politischen Vertreter.

1. Wasser ist Allgemeingut.
2. Wasser ist ein Grundrecht.
3. Jeder Mensch muss uneingeschränkten Zugang zu sauberem Trinkwasser haben.
4. Wasser darf nicht länger privatisiert werden. Wo dies bereits geschehen ist, sind die Rechte in das Eigentum der Allgemeinheit zurück zu führen.
5. Steuern und Abgaben auf (Trink)Wasser müssen ersatzlos gestrichen werden.

Don't be the product, buy the product!

Schweinderl